Ausbildung – Fortbildung – Meisterkurse

Grundständige Ausbildung zur Sprachgestalter*in: 

Was ist Sprache selbst, wie spräche ich mich aus, wie wäre ich stimmig mit mir ohne sie, die Sprache?

Was könnte überhaupt Gestalt werden, gestaltet werden ohne sie, die Sprache, die uns unser Selbst-Sein schenkt und ein Gesicht im Sprechen der Worte Ich und Du?

Sprache verdichtet die Wirklichkeit, wird Poesie.

Wir denken und dichten in Worten und Bildern, Klang und Plastizität.

Auch Denken ist Klang, ist bewegte Skulptur, ist Sprache. Und alles was wir fühlen und wollen, denken wir als Zeichen und Bedeutung: Sprache ist Bewegung, eine Bewegung, die nicht aufhört, wo das Sichtbare endet; die aus dem Nichts erscheint und unserer geistigen Gestalt, als uns selbst und die Welt gestaltendes, die Stimme leiht.

Sprachgestaltung ist ein in den Dialog kommen mit dem Wesen der Sprache; Lauschen, Raum geben, ihr näher kommen, sich verwandeln lassen und die Welt verwandeln in Klang, Ton, Atem und Gebärde.

„Gedankenformen – Wie wir unsere Gedanken bilden.
Sprachformen – Wie wir unsere Gedanken in Worte umgestalten.
Soziale Plastik – Wie wir die Welt, in der wir leben, formen und gestalten:
Plastik ist ein evolutionärer Prozess, jeder Mensch ist ein Künstler.“ Joseph Beuys

Die Ausbildung vermittelt die Fähigkeit des gestalteten Sprechens, wie es durch Marie und Rudolf Steiner entwickelt wurde. Im Hauptfach wird das Sprechen von Rezitation, Konversation und Deklamation erlernt. Ausgehend vom Epischen führt sie über das dramatische Sprechen bis hin zur Fähigkeit des Sprechens von Lyrik. Es werden Kreativität, Resonanz und Transparenz des eigenen Wesens ebenso geschult wie die Präsenz und Geistesgegenwart, die jede Sprecher*in – sei es auf der Bühne, im Unterricht oder der Moderation von Gesprächen – braucht.

Ziel ist die Ausbildung von Persönlichkeiten, die zu selbständiger künstlerischer Arbeit im Medium des gesprochenen Wortes fähig sind; und zu gleich sich fruchtbar in die menschliche Gemeinschaft als dreigliedrigen sozialen Organismus hineinzustellen verstehen.

In den grundlegenden Fächern werden allgemeine Menschenbildung und fachspezifisches Wissen erworben, so wie unternehmerische Fähigkeit ausgebildet.

Der Gang der Ausbildung basiert auf den von Michael Chekhov anhand seiner schauspielerischen Tätigkeit beobachteten Grundprinzipien jedes kreativen Schaffens in den Zeitkünsten.

Das Studium ist vierjährig. Es hat mit der kleinen Bühnenreifeprüfung nach dem dritten Jahr eine deutliche Zäsur. Im vierten Jahr erfolgt die Berufsspezialisierung im freischaffend-künstlerischen, pädagogischen oder kunsttherapeutischen Bereich.

Die Diplome werden in der Zusammenarbeit mit den entsprechenden Sektionen des Goetheanum, Freie Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach (CH) vergeben.

Fächerkanon:
Hauptfach:

  • Gestaltetes Sprechen in Rezitation, Konversation, Deklamation

Bewegungsfächer:

  • Bothmergymnastik
  • Eurythmie

Grundlegende Fächer:

  • Anthroposophie & Menschenkunde
  • Chekhov Technik
  • Goetheanismus & Erkenntnistheorie
  • Anatomie & Physiologie des Menschen
  • Literaturwissenschaft, Stil- und Formkunde
  • Unternehmertum & Selbstmanagement

Wir haben noch Platz im kommenden Studienjahr, Beginn September 2018!
Nimm gerne mit uns Kontakt auf, um Dich zu bewerben: info@sprachkunstberlin.de

„Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen können zusammen oder abgesondert wirken. In dem kleinsten Gedicht findet man sie oft beisammen, und sie bringen eben durch diese Vereinigung im engsten Raume das herrlichste Gebilde hervor.“ J. W. von Goethe

 

Fortbildungen für Lehrer an Waldorfschulen:

Mit der Sprache steht und fällt jeder Unterricht. Sie ist ein Schatz, den jeder von uns hat! Oft liegt er aber noch verborgen. Diesen Schatz zu heben, zu entfalten und gestalten ist Ziel unserer Fortbildungen für Waldorflehrer: So kann er als Kapital in Ihren täglichen Unterricht einfließen.

Auf der einen Seite brauchen Sie als Lehrer die Fähigkeit im Sprachkontakt mit den Schülern sprachwirksam zu sein: hörbar und erlebbar. Auf der anderen Seite müssen Sie die Fähigkeit haben textadäquat auf die Urqualitäten der Sprache – Rezitation, Konversation, Deklamation – zurückzugreifen. Glücklicherweise fördern sich beide Aspekte in der Auseinandersetzung und dem Üben mit ihnen gegenseitig.

Gleichzeitig geht es um den Aufbau eines unterrichtsrelevanten Textrepertoires.

Die Fortbildungen erfolgen in der Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Sektion des Goetheanum, Dornach (CH) und werden mit einem Zertifikat bestätigt.

Bitte nehmen Sie für nähere Informationen Kontakt mit uns auf: info@sprachkunstberlin.de

„Sprache ist der volle Atem menschlicher Seele.“
Jakob Grimm

 

Meisterkurse für Sprachgestalter*innen:

Sind Sie Sprachgestalter*in oder anderweitig voll ausgebildete Sprecher*in, laden wir Sie herzlich zu unseren Meisterkursen ein.

Bitte nehmen Sie für nähere Informationen Kontakt mit uns auf: info@sprachkunstberlin.de

„Die Musik von Stimme und Sprache verleiht der Dichtung den Farbenreichtum und die Lebensfrische. Ohne diese Musik der erklingenden Sprache ist dies nur ein abstrakter und logischer Inhalt und die Dichtung ungenießbar.“ Platon